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Auszug aus dem pädagogischen Konzept

Unser Trägerleitbild

„Sich ins Leben spielen“

Entwicklungskreislauf

Jedes Kind hat seine eigene Entwicklungsgeschichte, die vom Entwicklungskreislauf geprägt wird.

Folgende Bereiche, die in ständiger Interaktion miteinander stehen, bilden den Entwicklungskreislauf.

  • Gefühle
  • Interesse
  • Denken
  • Intelligenz
  • Phantasie
  • Kreativität
  • Motorik
  • Soziale Bereiche
  • Sprache

 

Mit diesen unterschiedlichen Erfahrungen und seinem individuellen Entwicklungsstand beginnt für jedes Kind die Kindergartenzeit. Die Eingewöhnung verläuft schonend an den Bedürfnissen von Eltern und Kind nach dem Berliner Modell.

Hier bei uns kann sich jedes Kind bis zum nächsten Lebensabschnitt, der Schule, individuell entwickeln - „Sich ins Leben spielen“.

Bildungskreislauf

Spielen ist die Schlüsselfunktion zu Entwicklung und Selbstbildung

  • Spielen ist ein natürliches Mittel zur Selbstdarstellung eines jeden Kindes.
  • Spielen bietet dem Kind die Gelegenheit, Gefühle und Konflikte auszuleben, in fröhlichen, wütenden, bestimmenden oder untergeordneten Rollen.
  • Spielen hat eine große Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung.
  • Spielen ist für Kinder eine altersgerechte Form des Lernens.
  • Spielen ermöglicht dem Kind erlebtes zu verarbeiten.
  • Spielen fördert das soziale Lernen.              

Bildung durch spielen
„Sich ins Leben Spielen“

Das Kind kann nicht gebildet werden, es bildet sich selbst.

Jedes Kind bildet sich selbst, in dem es seine Umwelt erforscht, und dabei sein Wissen eigenständig konstruiert. Dabei nimmt das Spiel die zentrale Stellung ein.

 
Bildungskreislauf:

Bildungsprozesse eines Kindes
  • gehen von der individuellen Denk- und Verarbeitungsfähigkeit des Kindes aus.
  • setzen eine hinreichende Komplexität von Aufgabenstellungen voraus.
  • sind in individuelle, sachliche und soziale Sinnzusammenhänge eingebettet.
  • brauchen eine Resonanz innerhalb guter sozialer Beziehungen.
  • vermehren nicht nur das Wissen über die Welt, sondern verändern auch ständig die Prozesse der inneren Verarbeitung selbst.

Jedes Kind hat seine individuellen Möglichkeiten sich selbst zu Bilden

Sie sind geprägt durch

  • die Differenzierung von Wahrnehmungserfahrungen wie Fernsinne, Körpersinne
  • Gefühle
  • die innere Verarbeitung
  • der Eigenkonstruktion
  • der Vorstellung und Phantasie
  • sprachliches Denken
  • naturwissenschaftliches- mathematisches Denken
  • soziale Beziehungen
  • Beziehungen zur sachlichen Umwelt
  • den Umgang mit Komplexität und dem Lernen in Sinnzusammenhängen
  • forschendes Lernen

Gemeinsame Erziehung

Inklusion

Durch die Erweiterung und Umgestaltung unserer Einrichtung im Jahr 2009 ist es uns nun möglich Kinder von 2 bis 6 Jahren zu betreuen. Die Kinder werden im inklusiven Gedanken betreut. So sind Kinder mit Behinderung, Kinder die von Behinderung bedroht oder entwicklungsverzögert sind, sowie Kinder mit einer sonst gelagerten Andersartigkeit gleichermaßen in alle Bereiche mit eingebunden.

Somit können alle Kinder gemäß ihrer Entwicklung und Möglichkeiten die gleiche Förderung in allen Bereichen des täglichen pädagogischen Lebens und Handelns erfahren. Dabei erfordert der Prozess der Inklusion eine ständige Wachsamkeit jedem Einzelnen gegenüber um zu verhindern, dass einzelne oder die Gemeinschaft das Gefühl der Ausgrenzung erfahren.

Inhalte unserer Arbeit

  • Inklusion – Bei unserer Arbeit mit allen Kindern hat dieser Begriff eine vorrangige Bedeutung, da alle Kinder von vorne herein zur Gruppe gehören und eine künstliche Unterteilung nicht erfolgt.
  • Therapien – Wir werden logopädische, physiotherapeutische und motopädische Therapien in der Einzelförderung und in Kleingruppen nach den jeweils gültigen Bestimmungen gewährleisten. Dazu sind – nach dem Inklusionsgedanken – auch  Kinder ohne Behinderung eingeladen.
  • Soziale Rolle – Durch das Miteinander in der Gruppe hat jedes Kind die Möglichkeit im Spiel soziale Fähigkeiten zu entwickeln und seine eigene soziale Rolle in der Gruppe zu erfahren. Wir möchten, dass die Kinder in der Gruppe ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander erfahren und erlernen.
  • Wahrnehmungsförderung – Ganzheitliche Förderung steht in unserer Einrichtung im Vordergrund. Durch vielfältige Angebote zur Wahrnehmungsförderung sind wir bemüht alle Sinne des Kindes anzusprechen und zu sensibilisieren.

Kinder unter 3

Ohne Greifen kein Begreifen

Ohne Fassen kein Erfassen

Ohne Sinne kein Verstand

Ohne Fallen kein Aufstehen

Ohne Rückschritt keine Fortschritte

Kinder unter 3 Jahren sind in besonderem Maße auf Fürsorge, Verlässlichkeit und Orientierung durch einen Erwachsenen angewiesen. Sie lernen ganzheitlich in verschiedenen Entwicklungsschritten ihre Bedürfnisse kundzutun und später durch Sprache zu artikulieren. Daher ist es für unsere Einrichtung wichtig, dass von Anfang an Bezugspersonen zur Verfügung stehen, welche kontinuierlich die Übergangszeit von der Familie in die Kindertagesstätte intensiv betreuen und begleiten.

Kinder unter 3 sind kleine Forscher und Entdecker, welche sich ständig  impulsiv in allen Bereichen ausprobieren und Dinge mit allen Sinnen vielfältig erkunden. Sie leben im Hier und Jetzt. Dabei sollte die pädagogische Bezugsperson sie unterstützen, ermutigen und Erfahrungen zulassen, sowie vor Gefahren schützen. Daher geben die Erzieher den Kindern in der Gruppe vielfältige, verschieden gelagerte Anreize und Pausen. Die Entwicklung der Individualität und der Lernfähigkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Eingewöhnung (Berliner Modell)

Neue Kinder, egal zu welchem Zeitpunkt des Kindergartenjahres aufgenommen, bekommen bei uns die Möglichkeit individuell, nach ihren Ausprägungen in unserer Einrichtung anzukommen. Hierbei werden die aktuelle Familiensituation, die Eltern (oder eine andere feste Bezugsperson) und die Möglichkeiten der Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt. Der Wechsel vom familiären Umfeld in eine anders gelagerte, vom Elternhaus losgelöste Welt wird behutsam und schonend angegangen. Die Eingewöhnung verläuft individuell und nicht nach vorgegebenem Zeitplan. So kann die Eingewöhnung bei einigen Kindern länger dauern als bei anderen. Dies hat weder etwas mit der päd. Qualität noch mit Erziehung im Elternhaus zu tun. Vielmehr ist die Persönlichkeit jeden Kindes und Elternhauses anders gelagert und kann von unseren Erziehern aktiv und individuell mit eingebracht werden. Dazu wird ein partnerschaftlicher, offener Kontakt zwischen Erziehern und Elternhaus als sehr positiv auf die Eingewöhnungsphase angesehen.

Unser pädagogischer Ansatz

„Sich ins Leben Spielen“

Alle Kinder sind gleich, alle Kinder sind verschieden. „Andersartigkeit“ ist nur eine von vielen Besonderheiten, die jedes Kind ausmachen. Wir sehen jedes Kind in seiner individuellen Persönlichkeit. Deshalb erziehen wir Kinder im Alter von unter 3 Jahren bis zur Einschulung, mit und ohne Behinderung, gemeinsam. Dies geschieht in einer freundlichen und zugewandten Weise.

 In unserer pädagogischen Arbeit würdigen wir das Kind mit

  • seinen unterschiedlichen Fähigkeiten
  • seinen Stärken
  • seinen individuellen Bedürfnissen
  • seiner Kreativität
  • seiner Neugierde auf die Welt   
  • seiner Sprache
  • seinen Besonderheiten
  • seiner Begeisterung
  • seiner Ausdauer                                

 Wir knüpfen an den Interessen und Möglichkeiten der Kinder an und gehen auf aktuelle Ereignisse flexibel ein. So können sich die Kinder situationsorientiert in den Tagesablauf mit einbringen. Das Kind wird auf diese Weise sein Wissen erweitern, wenn es einen entsprechenden Anlass erkennen kann. Kinder „be“-greifen Dinge durch miterleben, anfassen, anschauen, usw.

 Auf dem vorhandenen Erfahrungsbereich der Kinder wird aufgebaut.

 Wir sehen das Kind mit Allem

  • was es schon kann
  • was es schon weiß
  • was es gelernt hat
  • was es möchte

 Verschiedene Aktivitäten werden angeboten. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Kinder mit in die Gestaltung und die Abläufe des Tages einzubeziehen.

Das Raumangebot mit unterschiedlichen Spielbereichen gibt den Kindern dabei Anregungen zu vielfältigen Spielideen und Handlungen. Da die Einrichtung teiloffen geführt wird, hat jedes Kind die Möglichkeit alles zu erkunden und zu erleben.

Die Kinder erlernen in der Einrichtung ein partnerschaftliches, gleichberechtigtes und gleichwertiges Miteinander.

Das positive Körperbewusstsein des Kindes wird gestärkt. Es erlernt die anderen Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit zu respektieren, sowie Nähe von Anderen annehmen zu können, aber auch ablehnen zu dürfen.

Das Kind erlernt Eigenverantwortung für seine Person und sein Eigentum.

Wir stärken das Selbstbewusstsein und die Lebensfreude des Kindes und unterstützen seine Neugierde zu experimentieren.

Wir möchten das Kind begleiten und ihm

interessante Tätigkeiten ermöglichen

  • Fragen stellen und beantworten
  • Zeit und Raum lassen
  • Erkundungen und Erfahrungen ermöglichen
  • Anerkennung geben
  • Aufmerksamkeit widmen
  • eine vertrauensvoller Begleiter sein
  • Vorbild sein in Haltung und Handlung

 

Zusätzlich gewährleisten wir erforderliche Therapien in Einzelförderung und Kleingruppen.

Wir bieten dem Kind die Möglichkeit, Kenntnisse über seine Umwelt zu erwerben, sowie diese anzuwenden um sich mehr und mehr im Leben zurechtzufinden.

Partizipation

Im Rahmen der Partizipation entscheiden die Kinder mit über alltägliche Dinge in der Tagesstätte. Es werden regelmäßige „Konferenzen“ in der Regenbogengruppe (Ü3) abgehalten, in denen die Kinder demokratisch über die Auswahl der Spiele, Lieder oder Regeln diskutieren und abstimmen. Daher bekommt jedes Kind seine „Wahlstimme“, welche es nach eigenem Ermessen einsetzen darf. Diese Beteiligung zu erleben erfordert ein behutsames Heranführen an demokratische Werte im sozialen Miteinander. Der Grundstein dazu wird in der Mäusegruppe gelegt. Hier erfahren die Kinder in Geborgenheit und angenehmer Atmosphäre ihr eigenes Ich im Umgang mit Anderen. Sie entwickeln erste demokratische Handlungsstrategien und machen soziale Erfahrungen. Vom Ich-bezogenen Kleinkind gelangen sie zum Wir-bezogenen Gruppenmitglied. Dabei werden sie durch die Erzieher beider Gruppen ermutigt und unterstützt.  Wir  achten insbesondere darauf, dass Aktivitäten  erlebnis-, gedanken- und handlungsbezogen sind. Wir schaffen Möglichkeiten, in der Gruppe und im ganzen Haus gemeinsam zu spielen und zu lernen. Die Behinderung eines Kindes findet insoweit Berücksichtigung, dass sich jedes Kind persönlich entfalten kann, mit Hilfsmitteln umzugehen lernt und im Zusammensein mit Anderen Unterstützung erfährt.

Zusammenarbeit der Eltern und Erzieherinnen

Die Zusammenarbeit mit den Eltern der Kindergartenkinder ist von großer Bedeutung für alle Beteiligten. Im Sinne jedes einzelnen Kindes ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Erziehern und Eltern bei der Förderung der Kinder sehr wichtig und wird in allen Bereichen partnerschaftlich angestrebt. Hierbei unterstützen sich die Parteien gegenseitig in Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.

Die Zusammenarbeit bezieht sich auch auf die Vereinbarung von Familie und Beruf.

Gemeinsam werden die Entwicklungsschritte des Kindes verfolgt. Dazu finden mindestens einmal jährlich Entwicklungsgespräche statt, welche auf Grundlage von Dokumentation und Beobachtung des jeweiligen Kindes beruhen. Regelmäßige Informationen erhalten die Eltern täglich bei Tür- und Angelgesprächen.

Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Im Kindergartenalltag wünschen wir uns eine intensive vertrauensvolle Erziehungs­partnerschaft zum Wohle des Kindes.

In diesem Zusammenhang hat die Elterninitiative am 15.08.2011 mit dem Jugendamt des Oberbergischen Kreises eine Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a Sozialgesetzbuch VIII Kinder- und Jugendhilfe abgeschlossen. „Kern ist die Vorhaltung eines möglichst frühzeitigen, koordinierten und multiprofessionalen Angebots im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern, vor allem in den ersten Lebensjahren…“ §1, Abs. 4

In dieser Vereinbarung werden folgende Punkte verbindlich geregelt:

  • Kinderschutz,
  • Vorgehen bei Kindeswohlgefährdung,
  • Information der Betroffenen,
  • Dokumentation des Vorgehens,
  • Hinzuziehen einer insofern erfahrenen Kinderschutzfachkraft,
  • Information an das Jugendamt,
  • Versicherung der persönlichen Eignung der beschäftigten Mitarbeiter/innen.

 

Um die aufgeführten Punkte zu gewährleisten, und um eine optimale Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle des Kindes zu leben, bedienen wir uns des standardisierten Beobachtungsdokumentations­verfahrens „Kinderschutzbogen 0 – 6 Jahre“, Jugendamt des Oberbergischen Kreises. Dieses Verfahren und die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen uns eine objektive Gefährdungseinschätzung vorzunehmen.

Ziele:

Die Eltern

  • Sind zu jedem Zeitpunkt über die Tätigkeiten ihres Kindes und dessen Entwicklungsstand in der Einrichtung informiert
  • erhalten Informationen und Unterstützung in allen Fragen der Bildung, Erziehung, Betreuung und Entwicklung des Kindes
  • beteiligen sich aktiv an der Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder
  • entwickeln durch engen und zugewandten Kontakt zu den Erzieherinnen Vertrauen und fühlen sich im Kindergarten wohl                                                                                                                                                                                                               

Wir Erzieherinnen

  • gewinnen durch offene Gespräche mit den Eltern einen Einblick in die familiäre Umgebung des Kindes
  • erhalten Informationen über die Interessen und Bedürfnisse der Eltern
  • schaffen Rahmenbedingungen um auf die individuellen Persönlichkeiten der Kinder eingehen zu können und durch „DAS SPIELEN“ die Selbstbildungsprozesse zu fördern
  • ergänzen und unterstützen die Erziehung des Kindes in der Familie in allen relevanten Belangen

Durchführung

  • Der Übergang von Zuhause zum Kindergarten und umgekehrt wird harmonisch und ruhig nach dem „Berliner Modell“ gestaltet
  • Die Übergabe des Kindes an die Erzieherin mit freundlicher Begrüßung und kurzen Gesprächen
  • Gegenseitiger Informationsaustausch zu verschiedenen Anlässen werden durch Tür- und Angelgespräche gefördert
  • Entwicklungsgespräche finden bei Bedarf und/oder regelmäßig statt
  • Interesse und Anregungen der Eltern bezüglich des Kindergartenalltags werden gerne angenommen / sind gewünscht
  • Mitarbeit und Mitgestaltung bei Festen und sonstigen Arbeiten im Kindergarten
  • Unterstützung der Erzieherinnen durch Eltern-Mit-Arbeit
  • Mitarbeit im Elternrat und Kindergartenrat
  • Elternbriefe und die Zettel an den Pinnwänden informieren zum Kindergartenalltag

 Elternhaus und Kindergarten arbeiten Hand  in Hand.

Individuelle Förderung

„Sich ins Leben spielen“ und die Bedeutung der Individuellen Förderung

Altershomogene Gruppen

In Einzel- und in Gruppenangeboten nimmt das Kind nach seinem Entwicklungsstand, individuelle neue Erkenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten auf. Durch das Spielen bildet sich das Kind selbst. Dieses Spiel kann sehr individuell und bei jedem Kind entwicklungsbedingt anders verlaufen. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, werden die Gruppen Altershomogen zusammengestellt. Das bedeutet, dass die Kinder die Möglichkeit haben mit Kindern des gleichen Entwicklungsstandes zu agieren und so die Chance erhalten in einer alters- und lernähnlichen Umgebung Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus geben wir den Kindern durch unser teiloffenes Konzept,  alle Kinder dürfen nach Absprache alle Angebote und Räumlichkeiten nutzen, die Möglichkeit von den älteren oder weiter entwickelten Kindern zu lernen. Ebenso entsteht dadurch eine Atmosphäre der Rücksichtnahme und Annahme des Andersseins gegenüber allen Menschen und deren Lebensformen. (inklusiver pädagogischer Gedanke)

Ziele

  • emotionale und kognitive Handlungskompetenz
  • motorische Fähig – und Fertigkeiten
  • altersgerechtes Sprachverständnis (verstehen, umsetzen, anwenden)
  • kulturelle und soziale Toleranz

Vorbereitung

Die Erzieherin beobachtet verschiedene Situationen und setzt diese Beobachtungen in gezielte Angebote um. Diese werden jeweils individuell auf das Kind abgestimmt.

Durchführung

  • Neugierde und Interesse an „geplanter Aktivität“ wecken
  • einsetzen  altersgerechter oder dem Entwick­lungs­stand des Kindes entsprechender Lerntechniken
  • anregen, Ideen zum Lösen des Problems zu finden
  • gemeinsames entschlüsseln des Handlungsablaufs mit anschließendem gemeinsamen Umsetzen

Nachbereitung

  • Dokumentation der Beobachtungen ohne jegliche Bewertung
  • Gemeinsame Auswertung im Team
  • Eventuell nochmaliges Anbieten der Aktivität
  • Ausarbeiten eines individuellen Bildungsplanes anhand der gemachten Beobachtungen

Erzieherische Werthaltung

Die Erzieherin

  • führt die Kinder zu alters- oder fähigkeitsgerechter, konzentrierter Arbeitshaltung
  • unterstützt die Kinder bei Problemlösungen
  • ermutigt zum Ausprobieren und Fehlermachen
  • sorgt für ein freundliches Miteinander
  • fördert Hilfsbereitschaft
  • ermutigt die neu erworbene Fertigkeit anzuwenden
  • greift Vorschläge und Ideen der Kinder auf und bezieht diese nach Möglichkeit in ihr Angebot ein

Regeln und Rituale

Regeln und Rituale sind für die Kinder im Kindergartenalltag sehr wichtig. Sie geben Sicherheit, Orientierung, Hilfestellungen im täglichen Leben, ordnen das Zusammenleben und erleichtern den Umgang miteinander. Regeln und Rituale  sind nicht starr, sondern werden der Situation und dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst. Dabei wirken die Kinder ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mit (Partizipation). Die Kinder sollen durch Wahlbeteiligung, Mitspracherecht und Äußerung von Kritik alters- und entwicklungsgerecht beteiligt werden. Das erzieht sie in die Richtung eines demokratischen Zusammenlebens und erfasst Regeln des gemeinsamen Miteinanders in der Gesellschaft.

 

Das Frühstück ist für die Kinder durch folgende Regeln und Rituale geprägt:

  • In der Gruppe Bescheid geben dass es in den Frühstücksraum geht
  • Auf Rückmeldung der Erzieher warten
  • Begrüßung im Essraum
  • Auswählen von Geschirr
  • Auswählen von angebotenen Speisen vom Buffet
  • Gegebenenfalls Hilfe einfordern
  • Einen Platz wählen
  • Ein Getränk frei wählen
  • Das Geschirr nach der Mahlzeit wegräumen

Raumgestaltung

„Sich ins Leben Spielen“ und die Bedeutung der Raumgestaltung

Räume sprechen durch ihre Atmosphäre und ihre Einteilung. Sie erziehen indirekt mit, indem sie auffordern oder einschränken, disziplinieren oder Entfaltung ermöglichen. Raumentscheidungen sind deshalb immer zugleich pädagogische Entscheidungen.

Im unserem pädagogischen Ansatz „Sich ins Leben Spielen“ bemessen wir der Raumgestaltung eine „auffordernde“ Bedeutung zu.

Um den Kindern ein vielfältiges Angebot zum Spielen zu bieten, werden sämtliche Räumlichkeiten immer wieder aus der „pädagogischen Perspektive“ betrachtet und verändert. Hierbei haben alle Kinder ein Mitspracherecht bzw. werden möglichst viele Bedürfnisse aller Kinder in das Raumkonzept mit eingebunden.

Es wird darauf geachtet das Räume und Wände nicht überladen sind. Unruhe durch ein „zu viel“ im Raum und an den Wänden ist gerade im Zeitalter der Reizüberflutung nicht gewünscht und mindert ein konzentriertes und lustvolles Spielen bzw. lernen.

Ziele

Die Kinder sollen

  • sich in allen Bereichen des Kindergartens wohl fühlen und nach ihren Wünschen nutzen können
  • sich so selbständig wie möglich bewegen können
  • zu vielfältigen Spiel- und Lernaktivitäten angeregt werden
  • möglichst ungestört und intensiv spielen können

Außenspielbereich

Der gesamte Außenspielbereich steht den Kindern täglich als Lebens- und Erfahrungsraum zur Verfügung. Fahrzeuge und Spielsachen befinden sich in einem Abstellraum auf dem Gelände, sodass die Kinder auch hier Wahlmöglichkeiten haben. Die Anlage ist mit viel Freifläche für freies Spiel aber auch strukturiert in Ü- und U-Bereiche aufgegliedert. Alle Kinder dürfen alle Bereiche gleichermaßen nutzen.

Durchführung und Nachbereitung

Während des Tages achten die Erzieherinnen darauf, dass die Kinder die Räume und Spielgeräte sorgsam nutzen. Die Kinder werden an der Gestaltung und Pflege der Räume altersgemäß beteiligt. Die Qualität der Raumgestaltung wird regelmäßig von allen Beteiligten überprüft.

Pädagogische Werthaltung

Die Erzieherin

  • ermutigt die Kinder, sich die Räume interessenorientiert und frei von jeglicher Wertung anzueignen
  • unterstützt Selbstständigkeitsbestrebungen der Kinder
  • beteiligt die Kinder  bei der Planung von Raumänderungen, der Auswahl von Spielgeräten/Utensilien  und bei der Regelfindung in den einzelnen Spielbereichen
  • achtet darauf, dass die Materialien übersichtlich und für alle Kinder erreichbar angeordnet sind
  • unterstützt die Kinder beim selbständigen aufräumen

 

Der Vorstand und das Kindergartenteam der "Linder Kinder"

Elterninitiative "Linder Kinder" e.V.

Josefsstraße 3

51789 Lindlar